Nach längerer Abstinenz versuche ich seit ein paar Wochen ein paar ältere gebrauchte Dinge käuflich bei Ebay zu erwerben. Bisher blieb es beim Versuch, die Angebote für bestimmte Musikinstrumente oder Objektive für meine digitale Spiegelreflexkamera sind dünn gesät. Die Suchaufträge die ich in alter Gewohnheit bei Ebay platziert habe weisen in aller Regel nur Angebote von Händlern zu meist überteuerten Festpreisen aus. Private Verkäufer sind ganz offenbar auf der Ebay-Plattform auf dem Rückzug. Schnäppchen gibt es damit nicht mehr.
Mit dem Durchstöbern von Kategorien und Unterkategrorien bin ich meist sehr schnell fertig. Das Angebot ist abseits des Mainstreams sehr übersichtlich geworden. Für mich hat Ebay damit seinen Reiz verloren auch abseitige, seltene Dinge mit ein wenig Geduld kaufen zu können.
Ebay selbst verweist darauf, dass die Zahl der Nutzer und der angebotenen Artikel auch 2011 weiter gestiegen ist. Ein Versandhändler der 50 mal den gleichen Artikel anbietet, sorgt aber nicht für die Vielfalt die 50 Privatanbieter mit je einem Artikel erzeugen. 59 Prozent der Waren auf Ebay werden inzwischen von gewerblichen Händlern eingestellt. Eine Entwicklung die von Ebay ausdrücklich begrüßt wird.
Wenn sich da mal nicht einer der Großen im Netz den Ast absägt auf dem er bisher bequem gesessen ist.